Reisprotein - Alles was Sie über Reisprotein wissen müssen

Reisprotein in Messlöffel

Reisprotein ist ein interessantes, qualitativ hochwertiges Nahrungsergänzungsmittel auf rein pflanzlicher Basis. Proteinpulver zur Optimierung der Eiweißversorgung wird von unterschiedlichen Personengruppen als Nahrungsergänzung eingenommen. Sportler und Bodybuilder profitieren von einer Beschleunigung des Muskelaufbaus. Zudem fördert zusätzliches Protein die Regeneration der Muskulatur.

Wer abnehmen möchte, profitiert ebenfalls von der Einnahme zusätzlicher Proteine während einer Reduktionsdiät. Aufgrund des erhöhten Nährstoffbedarfes in der Schwangerschaft und Stillzeit ist Reisprotein auch für Schwangere interessant.

Auch Menschen, die sich aus unterschiedlichen Gründen eiweißarm ernähren, fördern durch die Einnahme von proteinreicher Nahrungsergänzung ihre Gesundheit. Denn schließlich sind Proteine für den Körper essenziell, sie sind für alle Prozesse im menschlichen Körper, von der Zellteilung über den Stoffwechsel bis zur Blutbildung, notwendig.

Im Handel sind unterschiedliche Protein Produkte erhältlich. Am weitesten verbreitet sind Proteinpulver auf der Basis von Molke wie zum Beispiel das bekannte Produkt Whey Protein. Auch Eiweißpulver auf der Basis von Soja oder Ei wird häufiger angeboten. Diese herkömmlichen Protein Produkte sind aber nicht für jeden Menschen verträglich. Personen, die unter Allergien gegen Milch, Ei oder Soja und Unverträglichkeiten von Gluten oder Laktose leiden, müssen die meisten gängigen Produkte meiden.

Reisprotein ist eine rein pflanzliche Alternative zu allen herkömmlichen Protein Produkten. Reisprotein wird ausschließlich aus Naturreis hergestellt und enthält etwa 80 % reines Protein von guter, biologischer Wertigkeit. Es enthält alle essenziellen Aminosäuren und hat darüber hinaus einige wesentliche Vorteile. Reisprotein ist vegan und daher als Nahrungsergänzung für Veganer geeignet. Reisprotein ist glutenfrei und laktosefrei. Die hochwertigen Produkte sind allergiearm und gut verträglich, sie enthalten weder Soja noch andere bekannte Allergieauslöser. Da Reisprotein geschmacklich relativ neutral ist, kann es als Zutat in zahlreichen Nahrungsmitteln eingesetzt werden. Es kann zu leckeren Shakes, Smoothies und Desserts verarbeitet werden oder auch als Zutat in Backwaren und Müslis dienen. Reisprotein ist kohlehydratarm und daher auch im Rahmen einer kohlenhydratarmen Ernährung (Low Carb) verwendbar.

Doch wie genau wird Reisprotein hergestellt? Woran lässt sich ein gutes Proteinpulver auf der Basis von Reis erkennen? Wer profitiert von der Einnahme? Ist Reisprotein besser als Whey Protein? Lesen Sie alles, was Sie über Reisprotein wissen sollten und wie Sie es in Ihren täglichen Speiseplan einbinden können.

Reisprotein Tests

Erdschwalbe Reisprotein 87%
Qualität
Leistung
Preis ca. 19,50 EUR / kg
Zum Produkttest
Maskelmän Reisprotein 86% - extrafein - Bio
Qualität
Leistung
Preis ca. 24,90 EUR / kg
Zum Produkttest
Myprotein Reisprotein 80% - unflavoured
Qualität
Leistung
Preis ca. 20,00 EUR / kg
Zum Produkttest
SunWarrior natürliches Reisprotein
Qualität
Leistung
Preis ca. 40,00 EUR / kg
Zum Produkttest
Vanille | Reisprotein Tests Schokolade | Reisprotein Tests

Was ist Reisprotein?

Reisprotein und Reis

Wie alle Getreidesorten enthält Reis von Natur aus Proteine. Der Proteingehalt von Vollkornreis beträgt etwa 8 %. Unter der Bezeichnung "Reisprotein" wird ein spezielles Protein-Isolat verstanden, das als Nahrungsergänzung erhältlich ist. Es handelt sich um ein Proteinpulver, das in einem speziellen Verfahren aus Reis hergestellt wird. Reisprotein ist eine vegane Alternative zu Produkten, die aus Milch hergestellt werden wie zum Beispiel das bekannte Whey-Protein. Hergestellt wird Reisprotein in einem aufwendigen Fermentationsprozess aus braunem Vollkornreis. Das Endprodukt ist ein hochwertiges, gut verträgliches und rein pflanzliches Proteinpulver. Es dient als Nahrungsergänzung.

Sportler setzen Proteinpulver zur Maximierung ihrer Trainingseffekte und zur Beschleunigung des Muskelaufbaus ein. Ein hochwertiges Proteinpulver kann aber auch eine Diät zur Gewichtsreduktion unterstützen oder ganz einfach zu Ergänzung bei einer eiweißarmen Ernährung genutzt werden. Die Einsatzmöglichkeiten von Reisprotein sind vielfältig. Aufgrund seines angenehmen, neutralen Aromas kann es zu leckeren Protein Shakes verarbeitet werden oder als Zutat in Gebäck, Smoothies oder Desserts verwendet werden.

Wie wird Reisprotein hergestellt?

Reisprotein als hochwertiges Primärprodukt

Die Herstellungsverfahren der im Handel erhältlichen Produkte unterscheiden sich je nach Hersteller. Hochwertiges Reisprotein wird als sogenanntes Primärprodukt durch einen Fermentationsprozess aus gekeimten Reiskörnern hergestellt. Das Ausgangsprodukt ist ungeschälter, brauner Vollkornreis, der noch alle Vitamine und Mineralstoffe des Reiskornes enthält. Reis besteht von Natur aus zu etwa 8 % aus Proteinen und außerdem aus Stärke (Kohlenhydrate). Der Reis wird zunächst zum Keimen gebracht. Während des Keimprozesses vervielfacht sich der Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Proteinen im Korn.

Die gekeimten Reiskörner werden dann weiterverarbeitet. Zur Gewinnung des Reisproteins wird die Stärke entfernt. Das so gewonnene Reisprotein ist allerdings noch nicht das Endprodukt. Es wird weiter verarbeitet und in seiner biologischen Wertigkeit verbessert. Durch den Einsatz von pflanzlichen Enzymen werden die Proteine fermentiert. Bei einem guten Produkt geschieht dies ohne den Einsatz von Hitze, da Hitze die Proteine in ihrer Struktur verändern würde.

Die Veränderung von Lebensmitteln durch Fermentation hat in der Menschheitsgeschichte eine lange Tradition. Auch andere Getreidesorten wie zum Beispiel Roggen oder Weizen werden für die menschliche Ernährung wertvoller, wenn sie fermentiert werden. Bei der Brotherstellung geschieht dies zum Beispiel durch die Fermentation mit Sauerteig.

Diese Erfahrung macht man sich bei der Herstellung von Reisprotein zu Nutze. Die Proteine werden fermentiert, dadurch erhöht sich die biologische Wertigkeit der enthaltenen Proteine. Einfaches Reisprotein enthält nicht alle essenziellen Aminosäuren. Durch die Fermentation kann der Gehalt an für den Menschen lebenswichtigen Aminosäuren auf 80 % erhöht werden. Nach der Fermentation wird das Proteinpulver getrocknet. Bei Produkten in Rohkostqualität geschieht dies ausschließlich durch Lufttrocknung ohne Hitzeeinwirkung.

Das Proteinpulver aus Reis ist jetzt eigentlich fertig, einige Hersteller fügen als Ergänzung noch einen gewissen Anteil anderer pflanzlicher Proteine zum Beispiel Erbsenprotein hinzu.

Nebenprodukte der Stärkeproduktion

Der Herstellungsprozess von hochwertigem Reisprotein ist aufwendig. Es gibt auch vergleichsweise günstige Produkte, die unter der Bezeichnung "Reisprotein" in den Handel gelangen. Leider ist Reisprotein nicht gleich Reisprotein. Bei minderwertigen Produkten handelt es sich manchmal nur um Nebenprodukte der Stärkeproduktion. Um Reisstärke zu gewinnen, wird das Reiskorn aufgespalten, die Proteine fallen hier als Nebenprodukte an. Reisstärke ist ein Nahrungsmittel, das auch als Rohstoff für industrielle Produkte dient. Die Proteine fallen daher als Nebenprodukt in der Industrie in größeren Mengen an. Dieses Protein ist allerdings nicht so hochwertig, weil es nicht fermentiert und auch nicht aus gekeimten Reiskörnern gewonnen wurde.

Außerdem sollte Reisprotein nicht mit Reiskleie verwechselt werden. Reiskleie fällt als Nebenprodukt bei der Herstellung von weißem, poliertem Reis an. Es handelt sich um die Randschichten und Schalenteile des Reiskornes, die in Säcken als Tierfutter verkauft werden.

Wo kann man Reisproteine kaufen?

online bestellen

Da es unterschiedliche Qualitäten im Handel zu kaufen gibt, sollte bei der Auswahl des Proteinpulvers auf der Basis von Reis genauer hingesehen werden. Lesen Sie die Zutaten und Inhaltsstoffe des Produktes und informieren Sie sich auch über das Herstellungsverfahren. Es gibt einige große, bekannte Hersteller, die das Herstellungsverfahren in der Beschreibung ihrer Produkte genauer erläutern. Reisproteine sind nicht in jedem Drogeriemarkt und auch nicht in jedem Sportgeschäft erhältlich. Inzwischen gibt es aber viele gute Möglichkeiten, qualitativ hochwertiges Reisprotein zu kaufen.

Reisprotein online bestellen

Das Angebot an Nahrungsergänzung und Proteinpulver ist in den Online Shops besonders groß. Sie können Reisprotein inzwischen in den meisten Online Shops für Sportlerprodukte und Nahrungsergänzung bestellen. Auch über die Versandhändler wie zum Beispiel Amazon werden Sie fündig. Viele Händler bieten ihre Produkte auch über eBay an. Online können die Produkte manchmal etwas günstiger gekauft werden, als beispielsweise in Reformhäusern oder Geschäften für Nahrungsergänzung. Bei den meisten Shops fallen Versandkosten an, es sei denn, der Bestellwert überschreitet eine bestimmte Grenze. Bei einem Vergleich der Preise sollten daher auch die Versandkosten für die eigene Bestellung kalkuliert und verglichen werden.

Reisprotein im Reformhaus, Bio Laden oder Fachgeschäft für Nahrungsergänzung kaufen

Einige gut sortierte Reformhäuser führen inzwischen ebenfalls Reisprotein. In Reformhäusern finden Sie das Proteinpulver normalerweise in sehr guter Qualität. Auch größere Bioläden oder vegane Supermärkte führen Protein Produkte auf der Basis von Reis. Mit ihrem Sortiment entsprechen sie dem wachsenden Interesse an der veganen Ernährung.

Proteinpulver und Protein Shakes als Nahrungsergänzung für Sportler und Bodybuilder sind natürlich auch in Fachgeschäften für Nahrungsergänzung und in gut sortierten Sportgeschäften erhältlich. Das Angebot an pflanzlichen, alternativen Protein Produkten ist hier aber immer noch gering, mit etwas Glück können Sie aber auch in einem solchen Fachgeschäft oder im Sportgeschäft Reisprotein finden.

Proteinpulver aus der Apotheke

Apotheken führen in der Regel ebenfalls Produkte zur Nahrungsergänzung. Reisprotein ist nicht in jeder Apotheke erhältlich, kann aber teilweise bestellt werden. Erkundigen Sie sich also zunächst in Ihrer Apotheke, ob das Proteinpulver eventuell für Sie bestellt werden kann.

Woran erkenne ich ein gesundes und hochwertiges Reisprotein?

Reisprotein mit Banane

Hochwertiges Reisprotein ist immer ein Primärprodukt. Es wurde schonend durch Fermentation und ohne Hitzeeinwirkung hergestellt. Schlechtere Reisproteine werden unter Hitzeeinwirkung produziert. Die Prozesse laufen dann schneller ab, es gehen aber wichtige Vitalstoffe und Enzyme verloren. Proteinpulver aus Reis in Rohkostqualität wird während der Herstellung nicht über 46° C erhitzt.

Reisprotein ist ein rein pflanzliches Produkt, es sollte weder Molke noch andere tierische Proteine enthalten. Erkennbar ist dies auch durch die Bezeichnung "vegan". Als vegan deklarierte Produkte dürfen ausschließlich aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellt werden. Da die Produkte nicht aus Milch, sondern aus Reis hergestellt werden, ist Reisprotein immer auch laktosefrei. Es ist daher eine gute Alternative für Menschen, die Milchprodukte nicht vertragen.

Manche Proteinpulver enthalten Aromen und Zucker oder sie sind mit Erbsenproteinpulver vermengt. Wer auf ein reines, unverfälschtes Produkt Wert legt, entscheidet sich für ein Proteinpulver ohne Zuckerzusatz. Künstliche Aromen sollen bei einigen Produkten den Geschmack überdecken. Ein gutes Eiweißpulver aus Reis hat einen natürlichen, getreideartigen Eigengeschmack, der durchaus als angenehm empfunden wird. Mit künstlichen Aromen wird manchmal versucht, schlechtere Qualitäten geschmacklich aufzuwerten. Deswegen sollten Sie bei aromatisierten Produkten genauer hinsehen. Vermeiden Sie Produkte, die künstliche Aromastoffe und Zucker enthalten.

Der Zusatz von Erbsenprotein ist nicht notwendig, deutet aber nicht unbedingt auf eine minderwertige Qualität hin. Denn Erbsenprotein enthält Lysin, eine Aminosäure, die im Reis nur in geringen Mengen vorkommt. Einige Hersteller entscheiden sich dazu, ihrem Proteinpulver geringe Mengen an Erbsenprotein beizufügen, um das Reisprotein vollwertiger zu machen und aufzuwerten. Erbsenproteine sind rein pflanzlich und werden auch von Allergikern meistens gut vertragen.

Qualitätsmerkmale von hochwertigem Reisprotein:

100% Vegan
  • Primärprodukt, gewonnen durch Fermentation aus gekeimtem Vollkornreis (Naturreis)
  • vegan
  • Rohkostqualität
  • glutenfrei
  • laktosefrei
  • sojafrei
  • ohne Zusatz von Zucker
  • ohne künstliche Aromen
  • ohne Konservierungsstoffe

Für wen eignen sich Reisproteine?

Veganerin mit Obstschale

Proteine sind ein Bestandteil aller Körperzellen. Der menschliche Körper besteht in etwa zu 17 % aus Protein. Für alle Stoffwechselvorgänge, für die Bildung neuer Zellen und für das Immunsystem werden Proteine benötigt. Die Proteine werden im Körper aus Aminosäuren gebildet. Es gibt viele verschiedene Aminosäuren, einige kann der Körper selber produzieren, andere sind essenziell. Dies bedeutet, dass sie unbedingt mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Essenzielle Aminosäuren sollten regelmäßig konsumiert werden, denn der Körper kann Aminosäuren nur sehr schlecht bzw. nur für kurze Zeit speichern.

Ohne die Zufuhr von Aminosäuren kann der Mensch nicht lange überleben. Da sie aber in fast jedem Nahrungsmittel zumindest in geringen Mengen vorkommen, wird der Bedarf normalerweise über die Nahrung gedeckt. Es gibt allerdings viele gute Gründe, zusätzlich Proteine als Nahrungsergänzung aufzunehmen.

  • Sportler haben zum Beispiel einen erhöhten Bedarf an Aminosäuren. Dies gilt für Ausdauersportler ebenso, wie für Kraftsportler. Besonders im Kraftsport ist die Einnahme von Eiweißpräparaten beliebt, schließlich fördern sie das Muskelwachstum. Doch auch für die Regeneration der Muskeln und Gelenke ist eine ausreichende Versorgung mit allen Aminosäuren für Sportler sehr wichtig.
  • Auch während einer Diät ist die Einnahme von Proteinpulver empfehlenswert. Denn wenn die Kalorienzufuhr reduziert wird, nehmen wir automatisch auch weniger Proteine aus der Nahrung auf. Für den Stoffwechsel und den Fettabbau ist es aber essenziell wichtig, den Körper mit allen lebenswichtigen Aminosäuren zu versorgen. Für eine gesunde Gewichtsreduktion empfiehlt sich die Einnahme von hochkonzentriertem, kalorienarmem Proteinpulver wie dem Reisprotein.
  • In der Schwangerschaft und Stillzeit kann die Einnahme von Reisprotein helfen, den erhöhten Proteinbedarf zu decken.
  • Nicht zuletzt profitieren auch Menschen, die sich aus unterschiedlichen Gründen einseitig ernähren und wenig tierische Eiweiße zu sich nehmen, von zusätzlichen Proteinen. Zu dieser Personengruppe zählen z. B. Veganer oder auch Allergiker. Es ist zwar auch möglich, den Bedarf an Aminosäuren über Tofu, Nüsse und andere eiweißreiche, pflanzliche Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, aber im Alltag kann die zusätzliche Einnahme von pflanzlichem Proteinpulver die Ernährung vereinfachen und ganz einfach praktisch sein.

Reisproteine eignen sich als Nahrungsergänzung also im Prinzip für alle Menschen. Da die Produkte rein pflanzlich sind und weder Gluten noch Laktose enthalten, sind sie auch für Vegetarier, Veganer, Allergiker und Menschen mit Zöliakie, Weizenunverträglichkeit und Laktoseintoleranz geeignet.

Es gibt auch andere pflanzliche Proteinprodukte auf der Basis von Soja. Soja wird aber nicht von jedem vertragen, es gibt viele Menschen, die auf Soja allergisch reagieren. Auch für diese Personen ist Reisprotein eine hervorragende, pflanzliche Eiweißquelle. Reisprotein ist also die ideale Alternative für alle Menschen, die reguläre Proteinpulver auf der Basis von Milchprodukten, Ei oder Soja nicht vertragen oder nicht einnehmen möchten. Es gibt übrigens immer wieder Berichte über Verdauungsprobleme oder Hautunreinheiten durch die Einnahme von Proteinpulver. Bisher sind diese Nebenwirkungen beim Reisprotein nicht bekannt, es gilt als sehr gut verträglich und leicht verdaulich.

Reisproteine sind als Nahrungsergänzung geeignet für:

  • den Muskelaufbau für Bodybuilder und Sportler
  • zur Muskelregeneration für Ausdauersportler bzw. alle Sportarten
  • während einer Diät zur Gewichtsreduktion, auch bei Low Carb Diäten
  • in der Schwangerschaft und Stillzeit
  • Allergiker und Menschen mit Nahrungsunverträglichkeiten, die herkömmliche Proteinprodukte nicht vertragen.
  • Bei Unverträglichkeiten wie Verdauungsbeschwerden oder Haut Unreinheiten nach der Einnahme regulärer Proteinpulver
  • als Nahrungsergänzung für Veganer und Vegetarier
  • für Kinder

Reisprotein Nährwerte und Inhaltsstoffe

Reis

Ein gutes Reisprotein Pulver hat eine kurze Liste an Inhaltsstoffen. Es besteht aus fermentiertem, braunem Naturreis in konventioneller oder Bio Qualität, trägt die Bezeichnung Rohkostqualität und ist vegan, glutenfrei und laktosefrei. Außer dem Rohstoff Reis sind im Idealfall keine weiteren Inhaltsstoffe enthalten. Allenfalls der Zusatz von Erbensprotein kann sinnvoll sein, da diese Produkte ein breiteres Spektrum an Aminosäuren enthalten als reine Reisproteine.

Doch inzwischen bieten die Hersteller auch verschiedene Geschmacksrichtungen und Sorten mit Zusatzstoffen an, die zur Abwechslung eingenommen werden können. Weitere mögliche Inhaltsstoffe sind: Kakao, natürliche Aromen, Apfelpektin, Xanthan (ein Stabilisator natürlichen Ursprungs) und Süßungsmittel wie Stevia. Einige Produkte enthalten außerdem Erbsenprotein zur Verbesserung des Aminosäuren Profils.

Die Nährwerte unterscheiden sich von Produkt zu Produkt geringfügig. Die folgenden Angaben dienen daher nur als ungefähre Richtwerte

100g Reisprotein enthalten ungefähr:
  • Brennwert: etwa 1600 kJ/380 kcal
  • Protein: 80 g
  • Kohlenhydrate: 15 g
  • Fett: ca. 4-5 g
  • Ballaststoffe: ca. 3 g

Enthaltene Aminosäuren

Proteinpulver aus fermentiertem Reis enthält alle essenziellen Aminosäuren in guter Qualität. Die Zusammensetzung variiert natürlich von Produkt zu Produkt, die genauen Mengen an Aminosäuren können den Herstellerangaben der einzelnen Produkte entnommen werden. Folgende Aminosäuren sind in Reisprotein enthalten: Alanin, Alanin, Asparaginsäure, Cystin, Glutaminsäure, Glycin, Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Prolin, Serin, Threonin, Tryptophan, Tyrosin, Valin.

Sind Reisproteine besser als Whey Proteine?

Die Frage, ob Reisproteine besser als Whey Proteine sind, ist nicht so einfach zu beantworten. Denn beide Produkte haben ihre Vor- und Nachteile. Whey Protein wird im Wesentlichen aus Milch bzw. aus Molke hergestellt. Es handelt sich also um ein Proteinpulver tierischen Ursprunges. Da Molke Proteine nicht von jedem vertragen oder eingenommen werden möchten (zum Beispiel von Veganern) sind Reisproteine auf jeden Fall eine wichtige Alternative für viele Menschen.

Unter Kraftsportlern findet man häufig die Meinung, dass pflanzliche Proteine für den Muskelaufbau nicht ganz so gut geeignet seien, wie tierische Proteine. Grundsätzlich ist die Aminosäuren Zusammensetzung von tierischen Proteinen für den Menschen etwas besser. Dies gilt zumindest für die natürlichen Lebensmittel, tierische Nahrungsmittel wie Fleisch, Eier oder Quark enthalten alle essenziellen Aminosäuren in einer Zusammensetzung, die für den menschlichen Körper ideal ist.

Die meisten pflanzlichen Nahrungsmittel hingegen enthalten nicht alle essenziellen Aminosäuren und haben daher eine niedrigere biologische Wertigkeit. Dies gilt zum Beispiel für Getreide oder Hülsenfrüchte. Durch die Kombination verschiedener pflanzlicher Nahrungsmittel kann die biologische Wertigkeit aber erhöht werden, es werden dann alle essenziellen Aminosäuren mit der Nahrung aufgenommen. Wenn beispielsweise Reis mit Bohnen oder Erbsen kombiniert wird, entsteht eine vollwertige, proteinreiche Mahlzeit, die alle essenziellen Aminosäuren enthält. Auch Reisprotein ist biologisch wertvoller als einfacher, gekochter Reis. Denn durch die Keimung der Reiskörner und den anschließenden Fermentationsprozess verändert sich die Aminosäuren Zusammensetzung. Hochwertige Proteinpulver aus Reis enthalten alle essenziellen Aminosäuren.

Reisprotein enthält weniger von der Aminosäure Leucin als Whey Protein. Der Anteil der Aminosäure Leucin ist in Whey Protein ist fast doppelt so hoch. In der Praxis hat dieser Unterschied allerdings nur eine geringe Bedeutung, da durch Reisprotein immer noch genügend Leucin aufgenommen wird. Die geringe Menge reicht für den Muskel- und Zellaufbau aus.

Whey Protein ist ein tierisches Proteinpulver, das aus Molke gewonnen wird. Wer Milch gut verträgt, wird auch mit dem Produkt Whey Protein vielleicht keine Probleme haben. Allerdings nimmt die Fähigkeit, Milchzucker zu verdauen, im Alter ab. Die meisten Menschen können geringe Mengen Milch ganz gut vertragen. Bei einem so konzentrierten Produkt wie dem Whey Protein kommt es in der Praxis immer wieder zu Unverträglichkeiten. Nach der Einnahme können auch bei Menschen, die keine Laktoseintoleranz haben, Nebenwirkungen wie Bauchschmerzen, Durchfall oder Blähungen auftreten. Für Menschen mit Laktoseintoleranz oder einer Milchallergie ist Whey Protein ohnehin nicht verträglich.

Fazit: Stellt man die Vor- und Nachteile von Whey Protein und Reisprotein einander gegenüber, schneidet das Reisprotein insgesamt etwas besser ab. Zwar ist der Gehalt an bestimmten Aminosäuren etwas geringer, dafür ist das pflanzliche Protein besser verträglich und kann auch von Menschen eingenommen werden, die Milchprodukte nicht vertragen bzw. nicht konsumieren möchten.

Vorteile von Reisprotein im Vergleich mit Whey Protein:

  • Besser verträglich, da leicht verdaulich und frei von Nebenwirkungen wie Blähungen und Hautunreinheiten
  • Auch für Allergiker und Menschen mit Laktoseintoleranz geeignet
  • Da rein pflanzlich auch für Veganer geeignet

Nachteile von Reisprotein im Vergleich mit Whey Protein:

Die Zusammensetzung der Aminosäuren ist nicht ganz so optimal wie beim Whey Protein, der Gehalt an Leucin ist niedriger.

Wann nimmt man Reisproteine am besten ein?

Reisprotein Shake

Reisproteine können entweder über den Tag verteilt als Bestandteil der Mahlzeiten (zum Beispiel als Zutat in Muffins, Shakes oder im Müsli) oder auch gezielt als Nahrungsergänzung eingenommen werden.

Für Sportler / für Muskelaufbau: z. B. nach dem Training

Da Eiweißprodukte die Regeneration der Muskeln fördern und den Muskelaufbau unterstützen, ist die Einnahme von Reisprotein nach dem Training empfehlenswert. Das Proteinpulver kann zum Beispiel als leckerer Shake nach dem Krafttraining genossen werden.

Nach intensivem Krafttraining legen viele Sportler zunächst eine Pause ein, bevor die erste Nahrung eingenommen wird. Auch nach intensivem Ausdauertraining kann es sinnvoll sein, mit dem Essen etwas zu warten, um den Magen nicht zu überlasten. Bei der Einnahme des Proteinpulvers müssen keine exakten Zeiten eingehalten werden, es reicht die Zufuhr in den Stunden nach dem Training.

Viele Regenerationsprozesse des Körpers finden über Nacht statt, dies gilt auch für die Regeneration der Muskulatur. Deswegen kann eine zusätzliche, kleine Proteinmahlzeit unmittelbar vor dem Schlafengehen am Trainingstag sinnvoll sein.

Zum Abnehmen: Als Mahlzeitersatz (z. B. anstelle des Abendbrotes)

Während einer Diät ist es oft aufgrund der reduzierten Nahrungsaufnahme nicht so einfach, den Körper mit allen essenziellen Aminosäuren zu versorgen. Reisprotein kann die Diät daher sinnvoll ergänzen. Das Proteinpulver kann entweder in kleineren Portionen über den Tag verteilt oder auch als Mahlzeiten Ersatz eingenommen werden.

Wer abnehmen möchte, sollte abends möglichst wenig Kohlenhydrate zu sich nehmen. Denn Kohlenhydrate führen zu einer Insulinausschüttung. Befindet sich Insulin im Blut, ist der Fettabbau mehr oder weniger blockiert. Ein niedriger Insulinspiegel ist die Voraussetzung für eine effektive Fettverbrennung. Auf dieser Erkenntnis basieren verschiedene sehr erfolgreiche Diätkonzepte wie zum Beispiel die aus den Medien bekannte "schlank im Schlaf Diät" von Detlef Pape.

Eine proteinreiche Mahlzeit mit Reisprotein ist am Abend ideal. Ein leckerer Shake kann das Abendbrot ersetzen und fördert die Fettverbrennung über Nacht. Reisprotein ist kalorienarm, fettarm und eiweißreich. Es sättigt dabei sehr gut und lang anhaltend.

So kann Reisprotein in der Küche verwendet werden

Reisprotein Shake Zubereitung
  • Reisprotein kann in Wasser gelöst werden. Die einfachste Art der Einnahme ist folgende: Rühren Sie etwa 2 EL Reisprotein in ein Glas kaltes, stilles Wasser und trinken Sie diese Mischung. Reisprotein ist geschmacklich relativ neutral, es hat einen leicht nussigen Getreide Geschmack. Dementsprechend kann es vielseitig in der Küche verwendet werden. Es kann in unterschiedliche Speisen und Getränke gemischt werden.
  • Ein leckerer, rein pflanzlicher Eiweiß Shake kann aus Reisprotein und Sojamilch oder einer anderen pflanzlichen Milchalternative wie zum Beispiel Reismilch zubereitet werden. Das Pulver kann auch in Fruchtsaft gelöst werden. Frische Früchte, ungesüßtes Kakaopulver oder etwas Fruchtsirup verbessern den Geschmack. Wer möchte, kann seinen Eiweiß Shake mit Zucker, Agavendicksaft, oder zuckerfreien Alternativen wie Stevia süßen.
  • Reisprotein kann auch als Zutat in Smoothies verwendet werden, es macht Smoothies cremiger und rundet den Geschmack ab.
  • Das Pulver schmeckt sehr gut als Zutat in Desserts wie Pudding, Eiscreme, Joghurtspeisen oder Fruchtkalkschalen. Sie können auch ein paar Teelöffel des Proteinpulvers in Ihr morgendliches Müsli geben.
  • Durch Kochen und Backen werden einige der wertvollen Inhaltsstoffe zwar zerstört, aber das Protein wertet dennoch auch Backwaren wie Kuchen, Muffins oder Waffeln auf.
  • In der veganen Küche kann Reisprotein auch als Ei Ersatz zum Beispiel für Kuchenrezepte verwendet werden, da es den Teig lockert und für eine bessere Bindung sorgt.
  • Bei einer Low Carb Ernährung kann Reisprotein in Kombination mit Kokosmehl, Mandelmehl und anderen kohlenhydratarmen Mehlalternativen als Mehlersatz für Pfannkuchen oder andere Backwaren verwendet werden.

Die richtige Dosierung: Wie viel Proteinpulver ist sinnvoll?

Reisprotein Dosierung

Proteine sind lebensnotwendig, allerdings hat der Körper nur einen bestimmten Bedarf, der auch nicht überschritten werden sollte. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Proteinaufnahme von 0,8 g pro Kg Körpergewicht für erwachsene Menschen.

Erwachsene haben demnach einen durchschnittlichen Proteinbedarf von etwa 60 g pro Tag. Kinder, die sich im Wachstum befinden, brauchen 0,9 g pro Kg Körpergewicht. Ungeachtet der Zusammensetzung der Proteine, werden diese Mengen bei ausreichender, gemischter Nahrung normalerweise automatisch aufgenommen. Während einer Diät oder bei einer rein pflanzlichen Ernährung ist es mitunter schwieriger, die nötigen Proteine in der richtigen Zusammensetzung aufzunehmen.

Sportler haben grundsätzlich einen höheren Proteinbedarf. Der Proteinbedarf liegt bei moderater sportlicher Betätigung im Freizeitbereich etwa bei 1g Protein pro Kg Körpergewicht. Bei Bodybuildern oder bei extrem intensivem Training kann sich der Bedarf allerdings auch verdoppeln. Für den Muskelaufbau im Bodybuilding werden 2 g Protein pro Kg Körpergewicht empfohlen.

Proteinpulver sollte die Proteinaufnahme ergänzen. In der Medizin wird der Zusammenhang zwischen einer zu hohen Proteinzufuhr (dabei geht vor allem um tierische Proteine) und der Entstehung bestimmter Krankheiten kontrovers diskutiert. Deswegen lautet die allgemeine Empfehlung, nicht mehr Protein zuzuführen, als nötig.

Beachten Sie für die Einnahme daher die Hersteller Empfehlungen des jeweiligen Reisprotein Pulvers. Die Dosierungsempfehlungen sind unterschiedlich, je nach Qualität und Konzentration des Produktes. Die meisten Hersteller empfehlen etwa 20 g Proteinpulver täglich für Erwachsene und 2x 20 g Proteinpulver bei sportlicher Betätigung.